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Erzähle mir, oh künstliche Intelligenz...


Einfühlsame, persönliche und originelle Texte schreiben: das kann kein Roboter.


In den vergangenen Monaten habe ich mich zum ersten Mal intensiver mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinandergesetzt. Die rasanten Entwicklungen auf diesem Feld haben es unausweichlich gemacht – und dennoch: Selbst als Autorin und jemand, deren tägliches Brot vom Verfassen und Optimieren von Texten abhängig ist, fühle ich mich nicht bedroht.


Zu diesem Schluss komme ich, nachdem ich die Grenzen von ChatGPT ausgetestet habe. Zugegebenermassen habe ich den Roboter (und ich benutze den Begriff hier absichtlich abwertend – würde das ein Roboter auch tun?) mit Aufgaben konfrontiert, an denen wohl selbst die meisten Menschen scheitern würden. Doch darum geht es nicht – vielmehr darum, dass es jetzt, und immer, Menschen geben wird, die Dinge denken und kommunizieren können, die kein Roboter denken und kommunizieren kann.


Dass eine KI schreiben kann, bedeutet eigentlich nur, dass der Schreibprozess dekonstruiert wird auf die grundsätzlichen logischen Abfolgen, die zu einer zusammenhängenden Argumentation führen. Schreiben wird zur banalen Laufbandarbeit – der Roboter produziert Text auf Knopfdruck. Vergleichbar mit anderer Massenware: Das ist keine Kunst, denn nur das Einzelstück, das originelle und individuelle kann als solches gelten.



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